Wochenendeinkauf – Dramen im Supermarkt

Es ist wieder so weit… Ich bin extrem genervt und angepisst von einer Fremden, die sich mal wieder nicht zurückhalten konnte…

Die ganze Sache ist am Freitag nach einem stressigen Arbeitstag oder sagen wir besser nach einer stressigen Arbeitswoche passiert. Denn da steht immer meine Lieblingsaktivität an: Der Wochenendeinkauf!
Der aufmerksame Twitter-Follower weiß ja mittlerweile, dass ich nichts mehr hasse als mit der ganzen Familie einkaufen zu gehen, da wir in der Regel innerhalb von 30 Sekunden schon der Mittelpunkt eines jeden Supermarktes sind.

Diesmal haben wir es aber wenigstens bis nach hinten zum Gang mit den Süßigkeiten geschafft, bevor das allwöchentliche Drama losging…
Es begann, weil ich der Maus nicht erlaubt habe, eine Tüte Gummibärchen in den Einkaufswagen zu legen… Ja, ja, ich weiß… was für eine Rabenmutter 😉

Die Maus fing fast zeitgleich mit meinem Satz „Heute nicht, wir haben noch welche zu Hause.“ an zu brüllen, schmiss sich theatralisch auf den Boden und fing an voller Inbrunst mit den Fäusten und den Füßen auf den Boden zu trommeln.
Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, habe ich aber am Freitagabend zu wenig Geduld für pädagogisch wertvolle und diplomatische Lösungen, also ab unter den Arm mit dem tobenden Kind und weiter einkaufen, damit wir irgendwann auch nochmal nach Hause kommen…

Einige Gänge weiter fing die Maus langsam an sich zu beruhigen, bis eine ältere Frau auf uns zugekommen ist und sie mit lauten „Oooch… wer wird denn da gleich weinen? sofort wieder zum Brüllen gebracht hat.
Ich habe es gerade noch geschafft, habe meinen Ärger runtergeschluckt, habe mich wortlos umgedreht und bin weitergegangen.

Der restliche Einkauf ging dann glücklicherweise recht schnell und wir konnten schnell in Richtung Kasse gehen.

Wer schon mal mit Kleinkind einkaufen war, weiß, dass die Quengelzone in den Supermärkten mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Dramen provozieren kann.
Und so war es dann auch… An der „familienfreundlichen“ Kasse, gab es nämlich anstatt normaler Süßigkeiten einen ganzen Haufen „Quetschbeutel“. Leider liebt die Maus diese Teile und brüllte beim nächsten „Nein“ wieder aus Leibeskräften, schmiss sich theatralisch auf den Boden und trommelte mit den Fäusten und Füßen auf den Boden.
Also wieder gebückt, Maus hochgehoben und sie, weiterhin brüllend, getragen.

Als ich die Maus endlich so sicher auf meinem Arm hatte, dass sie sich nicht rauswinden kann, habe ich nur noch gesehen, wie die Frau von vorhin am Bein der Maus rumtätschelte und sagte: „Armes Mädchen, wollen deine bösen Eltern nicht machen, was du sagst?“
Ich war so sauer und so schockiert, dass ich die Alte vor versammelter Mannschaft angebrüllt und zurechtgewiesen habe.

Nach meiner Standpauke drehte sich die Frau um und murmelte vor sich hin, was ich doch für eine unmögliche Person wäre und überhaupt, das arme Kind, das von mir so schlecht behandelt wird.

Ich war gerade im Begriff zur nächsten Standpauke anzusetzen, als der Superheld einfach an der Hand genommen hat und mit mir aus dem Laden gegangen ist… Zum Glück, denn die nächste Standpauke wäre wohl extremer ausgefallen.

Es ist unglaublich, was sich manchen Menschen erlauben. Nicht nur, dass sie sich einfach eingemischt hat und mein Kind angefasst hat, sondern meiner Tochter dabei auch noch so einen Mist erzählt…
Und dann auch noch glauben, sie wäre im Recht… Da fällt einem doch echt nichts mehr ein.

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3 Gedanken zu “Wochenendeinkauf – Dramen im Supermarkt

  1. moechtegernautorin schreibt:

    Ja, ziemlich dumm gelaufen. Ich schätze, solchen Leuten ist nicht klar, dass Kinder Ironie nicht begreifen (wenn das überhaupt ironisch gemeint war). Manchmal muss man aber einfach die Böse sein, gerade bei so etwas. Mein Sohnemann hat einmal versucht schreiend auf dem Boden im Supermarkt seinen Willen zu bekommen. Ich habe ihn da liegen lassen und bin zur Kasse gegangen. Als er gemerkt hat, dass sein Drama nichts bringt, hatte er es kappiert – und zum Glück nie wieder getan.
    Töchterchen hat soweit ich mich erinnere noch nie wegen so gequengelt und darüber bin ich heilfroh. Das ist Stress pur. Ich hoffe für dich, dein Wochenende war wenigstens ruhiger! 🙂

    Gefällt 1 Person

    • phidalina schreibt:

      Hi…,
      letztendlich ist so ein Trotzanfall ja auch nur ein Mittel, um Wut auszudrücken. Die Kurzen können das eben noch nicht anders… Ist manchmal schwer nicht sauer darüber zu sein.
      Ich glaube nicht, dass die Frau das besonders ironisch gemeint hat… Schließlich hat sie mich ja auch als „unmögliche Person“ bezeichnet, die ihrem Kind scheinbar gar nichts erlaubt.
      Ja, mein Wochenende war dann ruhiger, danke…

      LG
      Daniela

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