Trennungsangst… oder die Glucke in mir

Wir haben ein neues Ziel… Besser gesagt, der Superheld hat ein neues Ziel und ich lächle und finde es offiziell auch gut.
Das Ziel ist es, dass die Maus endlich in ihrem Zimmer schläft.
Nach ihrem aktuellen Wachstumsschub laut dem Buch „Oje, ich wachse“ soll es losgehen. Genauer gesagt, in 3 -4 Wochen.
Seit einem Jahr fiebere ich schon auf diesen Tag hin. Wir haben immer gesagt, nach dem letzten Schub, fangen wir an sie auszuquartieren, immer in der Hoffnung, dass sie bis dahin auch durchschläft.
Jetzt wo der Tag näher rückt, werde ich nicht nur ein bisschen wehmütig. Nein, in mir sträubt sich alles. Wie soll ich denn schlafen, wenn nach 16 Monaten meine kleine Maus plötzlich nicht mehr da liegt, wo sie immer lag? Außerdem habe ich Angst meine Maus-Kuscheleinheiten, mit denen sie nur nachts großzügig umgeht, nicht mehr zu bekommen…

Vor 10 Monaten hätte ich diese Gedanken wohl noch nicht gehabt. Da waren die Nächte aufgrund der nächtlichen Fütterungszeiten wenig erholsam. Damals war ich in Elternzeit und hatte die Maus den ganzen Tag regelrecht an mir kleben. Wir hatten allein schon durch das Tragen gezwungenermaßen sehr viel Körperkontakt.
Ich konnte es kaum noch erwarten, dass das Schlafzimmer endlich wieder „Erwachsenen-Zone“ wird. Endlich wieder mit dem eigenen Mann in den Schlaf kuscheln können, ohne 24-Stunden am Tag so einen kleines anstrengendes Würmchen an mir hängen zu haben.

Inzwischen arbeite ich wieder. Bei einem Vollzeit-Job hat man nicht mehr so viel vom Kind. Noch dazu ist die Maus mittlerweile recht „selbstständig“. Getragen wird kaum noch, da sie eine begeisterte Läuferin ist. Es ist auch unglaublich niedlich, wie sie mit ihrem kleinen Plüsch-Eisbär, der in ihrem kleinen Puppenbuggy sitzt, durch die Weltgeschichte marschiert.
Am Tag kuschelt sie so gut wie nie. Nachts holt sie dafür alles nach und kuschelt sich immer so schön ein.
Außerdem ist sie tagsüber inzwischen ein richtiges kleines Papakind. Mit ihm spielt sie immer begeistert. Nur zum Trösten geht es ausschließlich zu Mama.

Einige Monate zuvor hätte ich niemals gedacht, dass ich so traurig über das Ende der „Familienbett-Ära“ sein könnte. Obwohl ich natürlich glücklich darüber bin, dass sie schon so groß ist und die anstrengende Phase vorbei ist, wünsche ich mir manchmal die „alten Zeiten“ zurück…

Zum Glück ist noch einiges zu tun, bis es so weit ist, denn bisher war das Kinderzimmer eine schöne große Aufbewahrungs- und Abstellkammer. Es muss also noch aus- und aufgeräumt werden. Auch die Bilder, die ich vor Monaten schon fürs Kinderzimmer gekauft habe, müssen noch aufgehängt werden. Außerdem muss auch noch das neue Kinderbett aufgebaut und aufgestellt werden.

Bis es also soweit ist, hab ich noch ein bisschen Zeit unser Vorhaben heimlich etwas zu verlangsamen und zu boykottieren. Ich hoffe ich kann dadurch noch länger als 3 – 4 Wochen mit der Maus kuscheln und unsere gemeinsamen Nächte zu genießen…

Wie war das bei euch? Habt ihr die Kleinen selbst „ausquartiert“? Oder habt ihr gewartet, bis die Kinder von sich aus ins eigene Zimmer wollten?
Wie habt ihr das angestellt und wart ihr auch so wehmütig und traurig?

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5 Gedanken zu “Trennungsangst… oder die Glucke in mir

  1. Teilzeitmutter schreibt:

    Hallo Du,
    wie beruhigend zu hören, dass deine Maus auch noch im Elterschlafzimer – ja sogar noch im Elternbett schläft. Ich werde schon schief angeguckt, weil mein Töchterlein mit ihren nun 13 Monaten noch bei uns schläft. Aber es fühlt sich momentan einfach richtig an. Und danach sollte man gehen – nach seinem Gefühl. Ich weiß, dass es nicht mehr lange dauern wird, noch ein paar Moste und sie wird auch umziehen. Aber noch ist es halt nicht so weit. Ich kann deinen Abschiedsschmerz gut verstehen – mir wird auch schon ganz komisch bei dem Gedanken daran, die Maus nachts nicht mehr neben mir zu wissen. Auf der anderen Seite ist’s sicherlich auch schön, wieder eine kindfreie Zone zu haben. Darauf solltest du dich freuen…. Ich wünsch dir alles Gute!

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    • phidalina schreibt:

      Hallo Teilzeitmutter,
      mein Argument ist immer, dass die Nächte viel ruhiger und erholsamer sind, da man sofort reagieren kann, wenn die Maus schreit. Das leuchtet den meisten zum Glück ein.
      Ich hoffe einfach, dass ich irgendwann einfach merke, dass es jetzt Zeit ist, das Ganze in Angriff zu nehmen…
      Dir auch alles Gute und lass dich weiterhin nicht beeinflussen von anderen.
      LG
      Daniela

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  2. duese2013 schreibt:

    ;-)))
    Hier genau das Gleiche.
    Bei uns kommt jetzt Baby Nummer 2 und meine Hebamme hat mir gesagt, dass es jetzt ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt wäre, sie aus dem Familienbett auszuquartieren.
    Bin ich gar nicht traurig drüber. 😉
    LG von „der anderen Glucke“ ☺

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    • phidalina schreibt:

      Och, Glucke sein ist ja auch gar nicht immer so schlecht…
      Die Maus ist nun raus aus ihrem Wachstumsschub und auch der Superheld hat zugegeben, dass er sie noch nicht ausquartieren möchte. Wir genießen das Familienbett also noch so lange es geht.

      LG
      Daniela

      Gefällt 1 Person

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