Ein neuer Anfang…

Wie schon hier erwähnt, habe ich eine neue Arbeit.
Die letzten 10 Jahre habe ich ausschließlich in der Behindertenhilfe mit Erwachsenen Menschen gearbeitet. Meist mit dem Schwerpunkt „psychische Erkrankungen“ Ich habe diese Arbeit in den letzten Jahren eigentlich immer sehr gerne gemacht. Aber gerade in den ersten Wochen nach der Elternzeit wurde meine Unzufriendenheit in Bezug auf meinen Job immer größer. Ich hatte mit einem sehr kleinen Stundenvertrag haufenweise Bezugsklienten, die eben alle ihre kleinen und großen Problemchen haben, die bearbeitet werden wollen. Dazu kam der Wechselschichtdienst und Überstunden en masse.Damit ich mit meinem kleinen Stundenvertrag über die Runden komme, habe ich auch noch eine Stelle in der Zeitarbeit angenommen. Dort hatte ich zwar keine Bezugsklienten aber auch Wechselschichtdienst und ständig wechselnde Einrichtungen.

Jetzt, wo ich endlich eine neue Stelle habe und an die letzten Wochen zurückdenke, wird mir schnell klar, warum ich immer unzufriedener wurde. Ständig ein offenes Ohr haben müssen für fremde Menschen, obwohl man auch ein kleines Kind zu Hause hat, das beachtet, beschäftigt und lieb gehabt werden will. Für fremde Menschen so flexibel und zuverlässig sein zu müssen, dass man in der eigenen Familie nur noch das Mindestmaß an Flexibilität und Zuverlässigkeit an den Tag legen kann.

Gestern war offiziell mein erster Tag in meiner neuen Arbeit. Ein ganz neues Arbeitsfeld wartet auf mich. Hier gibt es keine Erwachsenen Menschen, die sich wie Kleinkinder benehmen, sondern Kinder, die sich wie Kinder benehmen. Welch eine wunderschöne Abwechslung.

Es kommt mir noch immer komisch vor, dass ich morgen nicht arbeiten muss. Der Gedanke ab jetzt jedes Wochenende frei zu haben und Zeit für mich selbst und meine eigene Familie zu haben ist noch total fremd aber auch schön.

Bis jetzt bin ich auch noch nicht richtig in meiner Kita angekommen, da es ein komplett neuer Arbeitsbereich ist. Verantwortliche Fachkraft in einer Kita war ich noch nie. Aber ich habe das Gefühl, dass mein Beruf nun wieder zu meinem Leben passt, das sich durch die Geburt der Maus doch mehr verändert hat als ich dachte.

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