Muss ich mir denn alles gefallen lassen…?

Wie ich ja vor einigen Tagen erwähnt habe, ist meine Elternzeit vorbei und ich muss/darf wieder arbeiten. Vor der Geburt der Maus war ich in zwei Wohneinrichtungen in der Behindertenhilfe als Heilerziehungspflegerin im Wechselschichtdienst unterwegs.
Da die Wechselschichten mit so einem kleinen Mäuschen aber eher suboptimal sind, habe ich mich entschieden in einer der beiden Einrichtungen zu kündigen, um mir zusätzlich eine schöne Teilzeitstelle mit einem Stundenumfang von 20 Stunden pro Woche, in einer Kita zu suchen.

Leider gestaltete sich diese Unternehmung, obwohl ich vor 6 Monaten schon angefangen habe mich darum zu kümmern, als schwieriger, als ich es erwartet habe.
Es musste also eine Zwischenlösung her. Und diese Zwischenlösung heißt Zeitarbeit.

Ich habe mich also bei der Zeitarbeitsfirma beworben und mit dem Chef ein Bewerbungsgespräch geführt, indem mir versichert wurde, dass ich die Zeitarbeit sehr gut mit der Familie, meiner anderen Arbeitsstelle und meinen Wünschen vereinbaren kann…
Auch auf meinem Wunsch, hauptsächlich in Kitas eingesetzt zu werden, sollte geachtet werden.

Nur scheine ich echt Pech mit meiner Disponentin zu haben. Alle Versprechungen und Bedingungen unter denen ich den Vertrag unterschrieben habe, haben plötzlich nie existiert.
Ich werde an 5 Tagen der Woche für 4-5 Stunden lange Dienste losgeschickt. Frühdienste, die meist um 6 Uhr beginnen. Zu denen ich teilweise um 4:45 Uhr aufbrechen soll. Einen Einsatz in einer Kita habe ich bis heute noch nicht auf meiner Monatsplanung stehen.
Zusätzlich habe ich noch 2 Arbeitstage in der Woche an meiner anderen Arbeitsstelle und meine kleine Maus, die die Bedeutung des Wortes „Durchschlafen“ noch immer nicht verstanden hat.

Die logische Konsequenz für mich war also meine Disponentin darum zu bitten, einen Frühdienst in dieser Woche anderweitig zu besetzen, da ich es nicht schaffe morgens um 4:45 Uhr aus dem Haus zu gehen, wenn ich am Abend zuvor erst gegen 21:30 Uhr vom Dienst nach Hause komme.
Außerdem brauche ich aufgrund der Uhrzeit und der Entfernung zum Einsatzort fast zwei Stunden zur Arbeit.

Die Antwort darauf war, dass es grundsätzlich die Aufgabe der Mitarbeiter ist, sich um die Anfahrt zu kümmern…

Ich finde es unmöglich, wie da mit Mitarbeitern umgegangen wird. Und das für einen Stundenlohn von 12€.

Diese Ignoranz einer Person, die einen gergelten Job mit gergelten Arbeitszeiten hat und täglich pünktlich ihren Bleistift zum Feierabend fallen lässt, macht mich so wütend, wie schon lange nichts mehr.

Nach einigen E-Mails, die jetzt hin und her gingen, habe ich für mich entschieden, die Stelle zu kündigen…
Kann ja nicht sein, dass ich nach 3 Arbeitstagen so urlaubsreif und übermüdet bin, wie schon seit Jahren nicht mehr.
Außerdem war ich in den letzten 3 Tagen häufiger ab- als anwesend. Ich habe die Maus fast nur beim Schlafen sehen können.

Scheinbar hat man in den letzten 1,5 Jahren aufgehört anständig mit seinen Mitarbeitern umzugehen… Unmöglich ist das.

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2 Gedanken zu “Muss ich mir denn alles gefallen lassen…?

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