Von Übermüttern und Rabenmüttern…

Los geht es mit einem Aufreger. Dieses Thema brennt mir sozusagen seit 11 Monaten auf der Seele.

Der Drang von jedem, sich immer und ständig in die Erziehung bzw. dem Umgang mit der Maus, einzumischen.
Es geht los bei den Eltern und Großeltern, die uns ja eher streng erzogen haben. Aus dieser Ecke kennt wahrscheinlich jeder Sätze wie „Du verwöhnst sie zu sehr“ oder „Mach dir mal keine Sorgen, schreien stärkt die Lunge“.
Was haben wir damals erklären müssen, dass wir das anders machen. Wir haben die Grundsätze des „Attachment parenting“ rauf und runter gebetet und waren Stolz darauf.

Das war der erste Monat mit der Maus. Nach dem ersten Monat hat die Maus ihre nächtlichen Schreistunden soweit ausgedehnt, dass sie die Definition darüber, was ein Schreibaby ist, sogar noch übertroffen hat.
Aus der Eltern und Großelternecke gab es dann die „Ich habe es dir ja gesagt“-Kommentare. Die Ratschläge reichten dann von „Du musst ein Nestchen kaufen und sie in ihr eigenes Bett legen. Der Superheld hat so immer super geschlafen.“ oder „Du musst mit Säuglingsnahrung füttern. Sie wird durchs Stillen nicht satt und wahrscheinlich isst du auch einfach das Falsche“.

Wir haben uns also aus dieser Ecke erstmal soweit, wie möglich zurückgezogen.
In Foren und im Bekanntenkreis in der „Attachment Parenting“-Ecke habe ich damals gehofft gute Ratschläge zu bekommen. Stattdessen habe ich herausgefunden, dass es auch hier Übermütter gibt, die eben alles perfekt machen und Rabeneltern.
Ich habe Kommentare gehört, wie „Sie schreit wahrscheinlich,weil ihr einen ungelösten Konflikt habt.“ oder „Sie schläft nicht im Elternbett, sondern im Beistellbett? Na dann seid ihr ja selbst Schuld an der Situation“ Ich war also die Rabenmutter schlechthin.

Mittlerweile habe ich für mich festgestellt, dass meine Intuition viel viel wichtiger und auch richtiger ist, als irgendwelche starren Regeln, die besagte Übermütter aufstellen. Seitdem ist es bei uns entspannter und wir können wieder besser auf die Maus eingehen.
Jede Familie muss selbst herausfinden, ob und wie weit Attachment Parenting das Richtige ist.

Also lasst euch nicht verunsichern und euch nicht reinreden, wenn ihr das nicht wollt. Wenn ihr kein gutes Gefühl habt, lasst es sein. Hört auf eure Intuition.

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